Aufbau des JUPITER Systemrohrs

Das blaue JUPITER Mehrschicht-Metall-Verbundrohr ist 100 % sauerstoffdicht,
temperaturbeständig, biegsam und hoch flexibel und besteht aus :

           1. PE-MD
2. Haftvermittler
      3. Aluminiumrohr
     

4. Haftvermittler

       5. PE-MD

Bild: Schichtenaufbau des JUPITER Systemrohrs

Das blaue JUPITER Mehrschicht-Metall-Verbundrohr ist in den kleineren Dimensionen so ausgelegt, daß die Aluminiumschicht die Rückstellkräfte des Kunststoffes neutralisiert. Auf diese Weise wird die Montagefreundlichkeit des Rohres erhöht, da wenig Kraft benötigt wird. Bei den größeren Dimensionen sowie beim Stangenmaterial wird die Wandstärke des Aluminiums erhöht, wodurch das Rohr eine hohe Steifigkeit bekommt und besser als Steigleitung eingesetzt werden kann. Ein zu frühes Durchhängen wird vermieden.

Auch in der Längenausdehnung kommt dem Aluminiumrohr eine entscheidende Rolle zu. Durch die feste Verbindung der Kunststoffschichten mit dem Aluminium wird die Längenausdehnung durch den Ausdehnungsfaktor des Aluminium bestimmt und entspricht damit etwa der eines Metallrohres. Die Innen- und Außenschicht aus Kunststoff bietet dem Wasser durch die geringe Rauhigkeit keine Angriffspunkte. Ablagerungen und Korrosion gehören damit der Vergangenheit an.

Die DVGW-Zulassung erlaubt die Verwendung von blauen JUPITER Systemrohren in Trinkwasserinstallationen nach den Anforderungen der DIN 1988 TRWI. Die Zulassung beinhaltet auch die positive Beurteilung des Werkstoffes nach den Anforderungen aus dem Lebensmittelbedarfsgegenständegesetz für Kunststofferzeugnisse in der Trinkwasserinstallation, kurz KTW-Empfehlung genannt.

 


Zeitstandsfestigkeit

Für JUPITER Systemrohre in Trinkwasserverteilanlagen muß nach DVGW-Arbeitsblatt W 542 die Mindestzeitstandsfestigkeit über einen Zeitraum von 50 Jahren nachgewiesen werden. Zu diesem Zweck führt ein unabhängiges Prüfinstitut Prüfreihen durch und erstellt daraus die Zeitstands-Innendruck-Diagramme.

Für JUPITER werden diese Werte durch das Süddeutsche Kunststoffzentrum in Würzburg ermittelt. Neben anderen Untersuchungen bilden die Werte des Zeitstands-Innendruck-Diagrammes die Grundlage für die Erteilung des DVGW-Zeichens (DW-8501AT2001) für JUPITER Systemrohre mit den Verbindern.

 


Verbindungstechnik

Das Fittingkonzept

Die speziell für das JUPITER Mehrschicht-Metall-Verbundrohr entwickelten Fittings werden aus spannungsfrei geglühtem und vernickeltem Messing hergestellt. Durch die Verwendung von vernickeltem Messing wird der Entzinkung und der Korrosion entgegengewirkt. Außerdem werden Fließgeräusche reduziert.Durch eine spezielle Entwicklung läßt sich das blaue JUPITER Systemrohr nach dem Entgraten ohne Kraftanwendung aufschieben.

 

Das JUPITER Systemrohr wird beim Montieren zwischen Stütz- und Preßhülse, geschoben und durch den Montagevorgang kraftschlüssig mit dem Fitting verbunden. Bei den Verschraubungen durch das Anziehen der Überwurfmutter auf dem Gegenstück, bei den Preßfittingen durch den Druck der Preßbacken. Die Profilierung der Stützhülse garantiert durch die Einpressung in die innere Kunststoffschicht des Rohres eine sichere Verbindung.

 

Die Dichtung erfolgt zwischen Stützhülse und Rohrinnenwand mittels einem in Nuten liegendem hochtemperatur- und alterungsbeständigem O-Ring aus EPDM. Die verwendeten Werkstoffe sind vom DVGW für den Einsatz in Trinkwasseranlagen anerkannt und freigegeben. Der O-Ringwerkstoff EPDM erfüllt in der von JUPITER eingesetzten Qualität die KTW-Anforderungen.

 


Die Verpressung

Die Entwicklung des JUPITER Preßsystems ergab neben der schnellen und wirtschaftlichen Montage eine Reihe weiterer Vorteile:

Bild: Schnitt durch JUPITER - Pressverbindung

Die außen fest vormontierte Preßhülse besteht aus hochwertigem Edelstahl. Die feste Verbindung der Edelstahlhülse mit dem Fittingkörper bietet zudem Schutz vor mechanischen Einwirkungen auf den Dichtungsring. Nach der Montage kann die Verbindung durch die formstabile Presshülse Biegekraft aufnehmen, ohne Undichtigkeiten entstehen zu lassen. Dadurch kann eine bereits installierte Rohrleitung nachträglich ausgerichtet werden.

 

Die Verschraubung

Das JUPITER Schraubfittingprogramm ist so konzipiert, daß mit einem konsequent gestrafften Sortimentsumfang alle Anwendungen möglich sind. So wird z. B. ein T-Stück durch die Kombination verschiedener Rohrverschraubungen mit den gleichen Gewindegrößen zu einem Reduzier-T-Stück.

 

 Bild: Schnitt durch JUPITER - Schraubverbindung

JUPITER Schraubfittings verpressen durch das Anziehen der Überwurfmutter die Stützhülse mit dem fest angebrachten geschlossenen Klemmring auf dem JUPITER Rohr. Die Verschraubung kann wieder gelöst werden. Die Stützhülse bleibt dabei fest mit dem Rohr verbunden.

 

Die Verbindungstechniken Verpressen und Verschrauben sind dauerhaft dicht, wie durch die SKZ-Prüfberichte und DVGW-Zertifikate bestätigt wird.


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